Hamburger Hanjin-Schiffe liegen vor Rotterdamm

Auch das voraussichtlich letzte Hanjin-Schiffe hat den Hamburger Hafen wieder verlassen.

Die „Hanjin Gold“, die am 02. November 2016 im Hamburger Hafen eingetroffen ist, ist am Freitag (04.11.2016) wieder in See gestochen. Die „Hanjin Gold“ gehört zu einer Serie von vier Schiffen der insolventen Reederei, die in Hamburg entladen wurden. Ebenso wie die „Hanjin Europe“, „Hanjin Africa“ und „Hanjin Harmony“, liegt nun auch die „Hanjin Gold“ vor Rotterdam auf Reede. Alle Schiffe sind nicht in Fahrt. Auch wie es mit den Schiffen und Besatzungen weitergeht ist zur Zeit noch unklar.

Der Hafen der Hansestadt ist zur Zeit das einzige „Tor“ nach Europa. Zum einen liegt hier ein Gerichtsbeschluss vor, wonach die Ware eines Pleite-Schiffs nicht ohne Weiteres von einem Gläubiger beschlagnahmt werden kann. Zum anderen haben die Betreiber der Hamburger Hafens ihre sehr guten Beziehungen zum Partnerhafen Busan und zu den südkoreanischen Behörden nutzen können, um sich schnell mit dem Insolvenzverwalter von Hanjin Shipping über eine Kostenübernahme der notwenigen Gebühren zu einigen.

Hanjin Gold wird in Hamburg entladen

Das Containerschiff „Hanjin Gold“ der südkoreanischen Reederei Hanjin wird zur Zeit im Hamburger Hafen entladen. 5074 Container sollen gelöscht werden, ehe das Schiff den Hafen am Freitagabend wieder verlässt, teilte eine Sprecherin des Umschlagunternehmens Eurogate am Donnerstag mit. Das Schiffe der Hanjin hatte den Weg um Kap der Guten Hoffnnung gewählt um die Gebühren für die Durchfahrt durch den Suezkanal zu umgehen.

Die „Hanjin Gold“ ist das vierte und voraussichtlich letzte Containerschiff der in finanziellen Nöten steckenden Reederei, das nach dem Insolvenzantrag des Unternehmens vor etwa zwei Monaten in der Hansestadt entladen wird. Die „Hanjin Europe“ lag damals im Hamburger Hafen am Kai und musste mehrere Wochen warten, weil Hafendienstleistungen wie Lotsen und Schlepper nur noch gegen Vorkasse erbracht wurden. Danach kamen noch die „Hanjin Harmony“ und die „Hanjin Africa“, die zum Teil mit Artikeln für das Weihnachtsgeschäft beladen waren. Was aus den Schiffen der südkoreanische Reederei werden soll, ist vorläufig noch unklar.

Gegenwärtig liegen die drei Schiffe „Hanjin Europe“, „Hanjin Africa“ und „Hanjin Harmony“, die zuletzt den Hamburger Hafen angelaufen hatten, vor Rotterdam auf Reede. Weltweit sind 89 Containerschiffe von der Insolvenz betroffen. Soweit es sich um gecharterte Schiffe handelt, werden sie teilweise von anderen Reedereien übernommen.

Hanjin-Insolvenz: Standort in Hamburg wird geschlossen

Die insolvente südkoreanische Reederei Hanjin wird ihre Standorte in Europa schließen. Davon wird insbesondere Hamburg betroffen sein. Denn der Hauptsitz der Reederei in Europa befindet sich in der Hansestadt.

Bis zuletzt hatten die Hanjin-Mitarbeiter in der Hafenity gehofft , dass es für sie weitergehen wird. Allerdings, wie sich jetzt zeigt, leider vergeblich. Der Mutterkonzern in Südkorea hat beim zuständigen Insolvenzgericht beantragt, gleich mehrere Außenstandorte zu schließen, darunter den in Hamburg. Betroffen sind auch Niederlassungen in Dänemark, Frankreich, Italien, Polen und Spanien. Aus der Konzernzentrale in Seoul (Südkorea) hieß es, dass mit der Schließung der Europa-Büros soll noch in dieser Woche begonnen werden soll.

Was aus den rund 200 Beschäftigten in Hamburg wird ist unklar. Hanjin hat rund fünf Milliarden Euro Schulden und musste vor wenigen Wochen Insolvenz anmelden.

Seit der Pleite sind drei Frachter des Unternehmens in Hamburg entladen worden, in der kommenden Woche wird mit der „Hanjin Gold“ ein viertes Schiff erwartet.